Das Kehler Trinkwasser wird aus drei Brunnen gewonnen, welche das Grundwasser aus einer Tiefe von ca. 60 Metern fördern. Das sogenannte Rohwasser fließt dann zum Kehler Wasserwerk, wo es aufbereitet wird. Zunächst wird das Wasser mit Sauerstoff angereichert, dann fließt es durch Kiesfilter, welche hauptsächlich Eisen und Mangan aus dem Wasser filtern. Nach der Aufbereitung ist das Wasser zum Trinken geeignet, es handelt sich jetzt um ein Lebensmittel. In großen Trinkwasserbehältern wird das Wasser dann noch zwischengespeichert ehe es über mehrere Pumpen ins Netz gefördert wird. Durch den Druck, den die Pumpen erzeugen, herrscht in den Wasserleitungen in der Kernstadt ein Druck von circa 4,5 bar. Auch der Wasserspeicher im Wasserturm ist noch in Betrieb und wird immer nachts an das Leitungsnetz angeschlossen. Durch die Höhe des Wasserturms von 35 Metern sinkt der Wasserdruck nachts für wenige Stunden auf 3,5 bar ab.
Das Leitungsnetz, welches das Trinkwasser in die Häuser leitet, hat insgesamt eine Länge von knapp 200 Kilometern. Im Durchschnitt werden täglich ca. 5 700 Kubikmeter Wasser von den Kehler Bürgern und Betrieben verbraucht, das entspricht 5 700 000 Litern oder 38 000 Badewannen pro Tag.
Seit 1978 besitzt die Stadt Kehl ein zentrales Wasserwerk. Davor hatte jede Ortschaft eine eigene Wasserversorgung.