Farbe und Werkzeug für die Fahrradwerkstatt in der Kreuzmatt

Seit 1999 bietet die Fahrradwerkstatt in der Kreuzmatt Kindern und Erwachsenen die Möglichkeit, reparaturbedürftige Drahtesel instand setzen zu lassen – jetzt konnte die längst überfällige Renovierung der ehemaligen Autogarage in der Maurice-Ravel-Straße vorgenommen werden. Fördergeldern des Fördervereins Kehl-Kreuzmatt, der Bürgerstiftung Kehl sowie der Gemeinwesenarbeit Kreuzmatt ist es zu vedanken dass die Wände frisch gestrichen werden konnte, außerdem wurde die Werkstatt mit neuem Werkzeug inklusive Montageständer ausgestattet.

„Hier sieht es jetzt richtig toll aus, ich erkenne den Raum schier nicht wieder“, freut sich Stefanie Studer von der Gemeinwesenarbeit Kreuzmatt. Noch vor wenigen Wochen hätten die angegrauten Wände und das abgenutzte Werkzeug einen wenig einladenden Eindruck erweckt. „Diese Investition war wirklich dringend nötig“, bestätigt Michel Loux lachend. Der gelernte Dachdecker betreibt die Fahrradwerkstatt seit mehr als zehn Jahren. Jeden Dienstag und Donnerstag von 16 bis 18 Uhr flickt er ehrenamtlich Reifen, repariert die Beleuchtung, schmiert Ketten – kurz gesagt, repariert alles, was an einem Fahrrad kaputt gehen kann. Wer möchte, kann ihm dabei zuschauen oder zur Hand gehen. „Das ist vor allem für Kinder toll, die ihre Fahrräder in die Werkstatt bringen“, erklärt Stefanie Studer. Schließlich könnten sie das Gelernte mit der Zeit selbst anwenden und ihre Räder dann auch eigenständig reparieren.

Seit mehr als zehn Jahren repariert Michel Loux jeden Dienstag und Donnerstag von 16 bis 18 Uhr ehrenamtlich Fahrräder. zoom

„Gerade im Sommer ist hier immer wahnsinnig viel los“, berichtet Claudia Mündel, Leiterin der Gemeinwesenarbeit Kreuzmatt. Sie sei sehr froh über die Einrichtung im Viertel, denn „es ist wichtig, dass die Menschen mit verkehrstauglichen Fahrrädern unterwegs sind, auch wenn sie sich die Reparatur eigentlich nicht leisten können“, wie sie betont. Für die Menschen in der Kreuzmatt sei die Fahrradwerkstatt darum ein wahrer Segen. Schließlich verlangt Michel Loux für seine Dienste nichts. Nur um die Materialkosten zu decken, fallen manchmal Kosten an. Um selbst diese möglichst gering zu halten, besucht er regelmäßig Flohmärkte, wo er alte Fahrräder ergattern kann. „Meistens dienen sie mir als Ersatzteillager, wann immer es möglich ist, richte ich sie aber auch wieder her“, erzählt er. Mit dem neuen Werkzeug und dem praktischen Montageständer geht ihm das künftig wieder leichter von der Hand.

Raymond Hof, Vorsitzender des Fördervereins Kehl-Kreuzmatt, Stefanie Studer von der Gemeinwesenarbeit Kreuzmatt, Claudia Mündel, Leiterin der Gemeinwesenarbeit Kreuzmatt, Klaus Hattenberg, Sprecher der Wohnumfeldgruppe, Hartmut Ahrens, ehemaliger Sprecher der Wohnumfeldgruppe und Mitglied des Fördervereins Kehl-Kreuzmatt e.V, und Michel Loux, der die Fahrradwerkstatt ehrenamtlich betreut (von links nach rechts).zoom

18.07.2019

 

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