Mit dem Stadtbus quer durch Kehl – mehr Unabhängigkeit für jedermann

Früher war er noch auf die Fahrdienste anderer angewiesen, jetzt ist er weitgehend autark: Der Bodersweierer Gerhard Baas hat ein beeinträchtigtes Sehvermögen, weshalb er nicht mehr selbst am Steuer eines Autos sitzen kann. Mobil ist er trotzdem: Denn der Frührentner nutzt einfach das Kehler Stadtbussystem, wenn er an den Bahnhof, in die Ortschaften oder zum Wochenmarkt auf den Marktplatz möchte.

„Über das neue Stadtbussystem bin ich heilfroh, es ist ein absoluter Fortschritt“, sagt Gerhard Baas. Denn in Bodersweier habe es vor dem Systemwechsel nur sehr schlechte Verbindungen gegeben: „Früher kam man von Bodersweier aus einfach nicht an den Kehler Bahnhof – und wenn doch, dann nur zu unmöglichen Zeiten“, berichtet er. Mit der neuen Linienführung und Taktung sei es für ihn dagegen kein Problem mehr, in die Kernstadt, die Ortschaften oder an den Bahnhof zu gelangen. Auch die zusätzlichen Haltestellen seien für ihn von Vorteil, denn die neue Haltestelle „Bodersweier Mitte“ sei nur noch einen Katzensprung von seiner Haustür entfernt.
Gerhard Baas nutzt den Bus inzwischen mehrmals pro Woche, um mobil zu sein und nicht die Hilfe von anderen in Anspruch nehmen zu müssen. Und das klappt laut dem Bodersweierer ganz ausgezeichnet: „Ich habe bisher nur gute Erfahrungen mit dem Stadtbussystem gemacht! Auch das Personal ist unheimlich nett und hilfsbereit.“ Ein Aspekt, der gerade für Menschen, die auf irgendeine Weise beeinträchtigt sind, sehr wichtig sei, wie Gerhard Baas betont. „Weil es einfacher für mich ist, lassen mich die Busfahrer extra an der vorderen Tür raus oder sind mir anderweitig behilflich“, lobt er.

Der Busrendezvoushalt neben dem Rathaus.zoom

Hemmungen vor der Fahrt mit dem Bus brauche daher niemand haben, auch wenn man nicht ÖPNV-erfahren sei. „Ich kann nur empfehlen, das Bussystem einfach mal auszuprobieren und dann selbst die Vorteile davon kennenzulernen“, appelliert Gerhard Baas. Einer dieser Vorteile sei schließlich auch der finanzielle Aspekt: „Durch die gestiegenen Sprit- und Unterhaltungskosten für ein Auto ist Busfahren weitaus günstiger“, sagt er. Nicht zu vergessen seien in diesem Zusammenhang die Parkgebühren, die sich mit der Zeit ordentlich summierten. Auch aus diesen Gründen ist Gerhard Baas überzeugter Nutzer des Stadtbussystems. Seine einzige Kritik: Nicht immer passt die Taktung der Busse zu den An- und Abfahrzeiten der Züge am Kehler Bahnhof. Ein Umstand, den auch schon andere Kehlerinnen und Kehler bemängelt haben: „Beim Stadtbussystem wurde das Hauptaugenmerk darauf gelegt, die innerstädtischen Verbindungen zu optimieren“, erklärt Sina Vogt, die bei der Kehl Marketing GmbH für das ÖPNV-Marketing zuständig ist. Parallel dazu sei es nicht möglich gewesen, alle Anschlussverbindungen an die Region optimal herzustellen. Da es sich bei dem Stadtbussystem aber um ein flexibles System handele, könnten die Fahrpläne und Routen auf eine steigende Nachfrage oder Änderungswünsche reagieren und somit im Nachhinein angepasst und verbessert werden. „Anregungen und Kritik zum neuen Stadtbussystem können entweder bei der Kehl Marketing GmbH oder auf der Internetseite der Stadt Kehl unter www.kehl.de/stadtbus mithilfe eines Formulars vorgebracht werden“, sagt Sina Vogt. Diese würden dann überprüft und die gewünschten Änderungen, wenn sie irgendwie umsetzbar seien, direkt eingeführt.

Hintergrund
Darf ich mein Fahrrad mit in den Stadtbus nehmen? Brauche ich ein Ticket für meinen Hund? Welches Konzept verbirgt sich hinter dem Rendezvoushalt am Rathaus und was muss ich beachten, wenn ich mit dem Anruf-Linien-Taxi fahren möchte? Das im Dezember eingeführte Stadtbussystem ruft bei vielen Bürgerinnen und Bürgern noch immer einige Fragen hervor. Um diese zu klären, erläutert die Stadtverwaltung einmal pro Woche in loser Folge, wie das System funktioniert. Im Rahmen dessen stellt sie auch Kehlerinnen und Kehler vor, die die neuen Stadtbusse regelmäßig nutzen. Die von Fahrgästen am häufigsten gestellten Fragen sind auf der Internetseite der Stadt unter www.kehl.de/stadtbus abrufbar. Dort findet sich zudem ein Formular, mit dem Anregungen und Kritik, aber auch lobende Worte geäußert werden können. Wer weitere Fragen hat, wendet sich telefonisch unter 07851 88-3481 oder per E-Mail an c.ehle@stadt-kehl.de an Celine Ehle vom ÖPNV-Büro oder telefonisch unter 07851 88-1511 oder per E-Mail an s.vogt@marketing.kehl.de an Sina Vogt von der Kehl Marketing GmbH.

17.05.2019

 

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