Kehl gründet gemeinsam mit neun anderen Ortenauer Kommunen Netzwerk für Mobilität der Zukunft

Lastenfahrräder und Carsharing-Autos, die kommunenübergreifend genutzt werden können und gut ausgebaute Radwege mit Ladesäulen für Elektrofahrräder: Weil Kehl gemeinsam mit Appenweier, Friesenheim, Gengenbach, Lahr, Neuried, Offenburg, Rheinau, Schutterwald und Willstätt derartige Visionen einer nachhaltigen Mobilität verfolgt, haben die zehn Kommunen das Mobilitätsnetzwerk Ortenau gegründet – vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert und bundesweit das Erste seiner Art. Ziel des Mobilitätsnetzwerkes ist, dass die Kommunen künftig enger zusammenarbeiten, um nachhaltige Mobilität auch über die Grenzen des eigenen Stadtgebiets hinaus zu fördern.

Im Ortenaukreis setzen bereits zahlreiche Kommunen konkrete Maßnahmen um, um das Mobilitätsangebot innerhalb des Stadtgebiets zu verbessern. Erste Erfolge zeigen sich beispielsweise in Form von Carsharing-Stationen im öffentlichen Raum und Elektroautos im städtischen Fuhrpark. Bisher agierten die jeweiligen Verwaltungen aber häufig noch im Alleingang. Dabei „endet Mobilität nicht an der Gemarkungsgrenze“, wie Baubürgermeister Harald Krapp betont. Stattdessen ließen sich viele Maßnahmen erst durch interkommunale Kooperation sinnvoll und wirtschaftlich planen und umsetzen.

Die Bürgermeister der jeweiligen Kommunen mit Vertretern der Stadtverwaltungen, Baubürgermeister Harald Krapp (rechts) und Sarah Berberich, Netzwerkmanagerin der Endura Kommunal (zweite von rechts).zoom

Dies gelte etwa für den flächendeckenden Ausbau von Mobilitätsstationen, über die der reibungslose Wechsel zwischen unterschiedlichen Verkehrsmitteln wie Bus, Bahn, Carsharing und Fahrrad möglich werden könne. Auch die Planung und der Aufbau eines interkommunalen Radwegenetzes gälten in diesem Sinne als wichtige Gemeinschaftsaufgabe der Region.
„Wir wollen gemeinsam Lösungen und Synergieeffekte in Bezug auf nachhaltige Mobilität suchen und finden“, kündigt der Baubürgermeister an. Ziel sei, dass sich die Bürgerinnen und Bürger einfach und klimafreundlich innerhalb ihrer Kommune aber auch zwischen verschiedenen Städten und Gemeinden fortbewegen könnten. Die Laufzeit des Netzwerks sei auf drei Jahre angelegt; die Förderquote liege bei rund 60 Prozent.

Weitere Informationen enthält die Internetseite www.mobilitaetsnetzwerk-ortenau.de.

16.04.2019

 

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