Pläne für die Bäder

Gemeinderat macht den Weg frei: An Kombi-Bad-Plänen wird weitergearbeitet

Wie geht es weiter mit der Bäderlandschaft in Kehl? Gleich zwei wichtige Entscheidungen hat der Gemeinderat am Mittwochabend (18. Mai) getroffen: Zum einen hat das Gremium Leistungen für die Sanierung des Auenheimer Bades für 217 000 Euro beauftragt und zum andern den Weg dafür freigemacht, dass die Verwaltung die Arbeit an den Plänen für den Bau eines Kombi-Bads – also eines Hallen- und Freibades auf dem Gelände des Kehler Freibades – wieder aufnimmt. Das bedeutet allerdings nicht, dass der Bau beschlossen wurde.

Die Schäden im Auenheimer Freibad werden derzeit noch überprüft.

Wie es in Auenheim weitergeht:

Einstimmig vergeben hat der Gemeinderat in öffentlicher Sitzung Ingenieur- und Planungsleistungen – diese sind Voraussetzung dafür, dass ein Unternehmen mit den konkreten Bauarbeiten beginnen kann. Das wird voraussichtlich Ende August der Fall sein. Bis Mitte Februar könnten – wenn die Witterungsverhältnisse es zulassen – alle Arbeiten abgeschlossen sein. Dann hätten die Technischen Dienste Kehl (TDK), bei denen die Zuständigkeit für die Bäder liegt, ausreichend Zeit, das Freibad auf die Badesaison vorzubereiten. Ziel ist es, dass diese 2023 schon früher als sonst üblich, also bereits im April beginnen kann – „sofern es möglich und auch sinnvoll ist“, sagte Oberbürgermeister Wolfram Britz in der Gemeinderatssitzung am 18. Mai.

Was bisher geschah:

Damit das Ausmaß der Schäden im Auenheimer Bad und damit die notwendigen Reparaturarbeiten definiert werden konnten, sind in den vergangenen Monaten Voruntersuchungen gelaufen. Mehrere Schieber wurden ausgebaut; die Rohre wurden auf Undichtigkeiten geprüft. Außerdem wurde der Zustand des Beckenrohrsystems über diverse Suchschlitze erkundet. Zusätzlich werden zurzeit die Rohre mit Kameras befahren, um ein zuverlässiges Bild darüber zu erhalten, welche Teile erneuert werden müssen. Die Ergebnisse werden für Ende Mai erwartet.

Der Gemeinderat hat die Verwaltung beauftragt, die Kosten für den Bau eines Kombibads zu schätzen und Finanzierungspartner zu finden. Auf dem Bild zu sehen ist der Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs mit optionaler Rutsche.

Wie geht es weiter mit dem Kombi-Bad:

Der Gemeinderat hat am 18. Mai keinen Baubeschluss gefasst, aber er hat die Verwaltung beauftragt, auf der Basis des von der Projektgruppe Neubau Hallenbad erarbeiteten Raumprogramms für das kombinierte Hallen- und Freibad in zweierlei Hinsicht weiterzuarbeiten: Zum einen soll die Kostenschätzung vor dem Hintergrund der aktuellen Preissteigerungen fortgeschrieben werden und zum anderen soll die Verwaltung ausloten, welche Finanzierungspartner für den Bau eines Bades gewonnen werden können. Dazu gehören auch Gespräche mit der Eurométropole de Strasbourg und die Bildung einer Arbeitsgruppe. Um zu einem realistischen Finanzierungs- und Zeitplan zu kommen, hat das Gremium beschlossen, sich für 4500 Euro die Unterstützung des Büros Kannewischer zu sichern – ein Vertreter des Schweizer Büros hatte die Stadt bereits im Rahmen des Architektenwettbewerbs für das Kombi-Bad begleitet.